SC 1920 Myhl e.V.

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Geschichte 1985 - heute

Eines der wichtigsten organisatorischen Ereignisse der letzten Jahre war die Einweihung der neuen Rasensportanlage 1985. Ein Platzneubau, der auch den ganzen Einsatz des von 1980 - 1985 als Vorsitzenden tätigen Johann Leipold einnahm. Passend zum 65 - jährigen Jubiläum konnte der Rasenplatz der Öffentlichkeit übergeben werden, nicht zuletzt durch das Wohlwollen der Stadt Wassenberg und insbesondere durch den Einsatz des früheren Stadtdirektors Walter Windeln. Walter Windeln hatte mit großem persönlichen Engagement sein Versprechen eingelöst, in seiner Amtszeit den Sportvereinen des Stadtgebietes Rasenplätze zu bauen. Nachdem der Rat der Stadt Wassenberg im Februar 1983 grünes Licht gegeben hatte, erfolge im Juli des Jahres der erste Spatenstich, 6 Monate später war das Werk vollendet. Nach obligatorischen "Liegezeit" konnten dann 1985 die Planungen für die Inbetriebnahme des Platzes in die heiße Phase übergehen. Die mit der Platzübergabe stattfindenden Festlichkeiten umfassten u.a. zahlreiche sportliche Vergleiche, so ein Spiel einer Stadtauswahl gegen den damaligen Zweitbundesligisten Alemannia Aachen. Nach einem Aufruf an die Myhler Bevölkerung, sich an der Namensgebung der neuen Sportanlage zu beteiligen, wurde letztlich der Name Sportplatz "Myhler Schweiz" aus unzähligen Vorschlägen gewählt. Johann Leipolds Idee war es auch den internationalen Gepflogenheiten entsprechend, die Verdienste einzelner Fußballer mit einem besonderem Ereignis herauszustellen. So verabschiedete der Verein zwei Jahre zuvor im August 1983 zahlreich Spieler der 1. Mannschaft, die zu den Garanten der erfolgreichen Myhler Bezirksligazeit gehörten - mit einem besonderen Abschiedsspiel. Verabschiedet wurden, der sechs Jahre in Myhl sehr erfolgreiche Trainer und Spieltrainer, Wolfgang Gusday, darüber hinaus Fritz Konrad, Fritz Franz, Günter Zohren, Johann Leipold, Michael Leipold, Georg Wilms, Willibert Jansen, Arno Tünte, Johannes Schlicher, Heinz Josef Ingeveld und nicht zuletzt Peter Wilms, der als herausragender Spieler seiner Zeit als auch als wichtiger Gönner des Vereins entscheidend am Aufblühen des SC 1920 Myhl beteiligt war.

Mit einem besonderen "Schmankerl" konnte sich Wolfgang Gusday als Trainer in bester Erinnerung halten: Mit dem Kreispokalsieg 1982 erfolgte die Qualifikation für den Mittelrhein - Pokal. Hier wartete ein überaus interessanter, aber leider auch überlegender Gegner auf die Myhler: zu Gast am Schwanderberg waren die Amateure von Bayer Leverkusen. Unser Team hielt sich aber wacker und verlor "nur" mit 2:5 Toren. Alles andere wäre sicherlich auch einem kleinem Wunder gleich gekommen, doch hatte man wieder einmal Gelegenheit, sein Können auch gegen Klassenhöhere Gegner unter Beweis zu stellen. Nachfolger Wolfgang Gusdays wurde Hans Coenen, der mit einer überaus jungen Truppe einen sportlichen Neubeginn einleitete. Zwar musste der Abstieg nach 14 jähriger Zugehörigkeit aus der Bezirksliga Rur- Wurm hingenommen werden, doch war dieser Neuaufbau durch das Ausscheiden vieler verdienter Spieler unumgänglich geworden. Coenen beendete seine Tätigkeit im Seniorenbereich des SC 1920 Myhl mit dem Spiel der Wassenberger Stadtauswahl gegen Alemannia Aachen anlässlich der Platzeinweihung 1985. Im gleichen Jahr musste auch der Vorsitz des Vereins neu bestimmt werden. Die Wahl fiel auf Heinz-Willi Dohmen, der bis 1991 die Geschicke des Vereins regelte.

Besondere, auch finanzielle Aufwendungen wurden in diesen Jahren darauf verwendet die 1. Mannschaft des SC 1920 Myhl bezirksligatauglich zu machen. Unter dem neuen Trainer Manfred Sieg ging der Verein auch das Experiment ein, verstärkt auswärtige Spieler zu engagieren. Doch diese finanziellen Aufwendungen brachten zwar den kurzzeitigen Aufstieg in die Bezirksklasse, führten den Verein aber aufgrund fehlender Einnahmen aus wirtschaftlicher Sicht an den Rand des Konkurses. Eine Entwicklung, die sehr verschiedene Ursachen hatte, die aber nicht nur an einzelnen Personen festzumachen sein dürften. Vor allen Dingen nicht an der Arbeit von Trainer Manfred Sieg, der in seinen sieben Jahren Trainertätigkeit in Myhl sportliche Akzente setzen konnte. Nach Manni Siegs Weggang übernahmen Siegfried Kaiser und Dieter Jansen als Co-Trainer in dieser schwierigen Phase die sportliche Leitung. Doch der eingeleitete und notwendige drastische Sparkurs unter dem neuen Vorsitzenden Bruno Wilms (ab 1991 Nachfolger von Heinz-Willi Dohmen) hatte zur Konsequenz, daß die auswärtigen Spieler wieder abwanderten. insgesamt verließen 13 Spieler die 1. Mannschaft. Diese Lücke konnte naturgemäß kurzfristig nicht geschlossen werden. Es folgte ein negativer Durchmarsch bis in die Kreisliga B des Kreises Heinsberg. Im Jubiläumsjahr schickt sich die Truppe aber nunmehr an, zumindest die Rückkehr in Kreisliga A zu schaffen. Nach Abschluss der Halbserie der Saison 1994 / 95 erspielte sie sich den Titel des inoffiziellen "Herbstmeisters" und stand damit auf einem Aufstiegsplatz.

 

 

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